Trio Now!

Bei Trio Now! aus Ulrichsberg im oberösterreichischen Mühlviertel – Jazzfans durch das jährliche Festival ein Begriff – wurde eines ganz deutlich: es handelt sich um eine Band im wahrsten Sinn des Wortes. Tanja Feichtmair (sax), Uli Winter (cello) und Fredi Pröll (dr) spielten mit traumwandlerischer Sicherheit ein Konzert aus einem Guss, wie es selten der Fall ist. Man spürte die Verbundenheit und Vertrautheit, die sich wohl nur über das gemeinsame Leben und Musizieren in einem kleinen Ort herausbildet. Das Konzert wurde übrigens vom SWRadio für die Reihe NOW Jazz mitgeschnitten. Den Sendetermin im Frühjahr erfahrt Ihr rechtzeitig zum Nachhören. Für die Zuschauer, die live dabei waren, war es auf alle Fälle ein selten schönes Erlebnis und ein wunderbarer Abend meint Schorle

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02 Tanja Feichtmair

03 Uli Winter

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Andreas Zumach: „Vernichten, verhandeln oder anerkennen – wie soll die internationale Gemeinschaft (UNO) mit dem IS umgehen?“

Hier der Bericht von Bettina Semrau aus den Fränkischen Nachrichten

VORTRAG IM CLUB W 71: UNO-Korrespondent und Nahost-Sachkenner Andreas Zumach brachte Licht in ein undurchdringlich scheinendes Dickicht

„Bomben machen den IS nur stärker“

Von unserem Redaktionsmitglied Bettina Semrau

Wir, der Westen, sind der größte Feind des so genannten „Islamischen Staats“? Falsch. Israel vielleicht? Nein, auch nicht. Im „club w 71“ bekam man jetzt zum Nahen Osten Wissen aus erster Hand.

zumach semrau

WEIKERSHEIM. Andreas Zumach, geboren 1954 in Köln, ist studierter Journalist und Volkswirtschaftler. Seit fast 30 Jahren ist er UNO-Korrespondent und arbeitet am europäischen UN-Hauptsitz in Genf für verschiedene Print- und Hörfunkmedien. Die Länder, über die er schreibt, hat Zumach auch selbst bereist, mit Menschen gesprochen, die Geschichte gemacht und unter ihr gelitten haben und leiden.

Bekannt wurde der Preisträger des Göttinger Friedenspreises im Jahr 2003 als Kritiker des dritten Golfkriegs. Dieser „völkerrechtswidrige Krieg“, das wurde bei seinem Vortrag im club w 71 deutlich, ist für ihn bis heute die entscheidende und fatale Keimzelle von Hass, Gewalt, Krieg und Terror im Nahen und Mittleren Osten.

Damals hatten die Amerikaner nach dem Sturz von Saddam Hussein, ein Sunnit, im Irak die Sunniten aus sämtlichen Ämtern entfernt. „Ein grandioser, kapitaler Fehler einer Besatzungmacht“, ist Zumach überzeugt. Der folgenden sunnitischen Aufstände versuchten die USA durch die Bewaffnung der Schiiten Herr zu werden. Das war die Geburtsstunde des IS, dessen Vorläufer jetzt im zerstörten Sunnitengebiet die Infrastruktur wieder aufbauten und Schutz gegen schiitische Milizen boten. Und hier liegt auch die Antwort auf die eingangs gestellte Frage: Der größte Feind des IS ist weder der Westen, noch Israel, sondern die Schiiten.

Der club ist an diesem Donnerstagabend gut gefüllt, die Zuhörer, wie man an der sich anschließenden Diskussion merkt, interessiert und politisch gut informiert, was aber gar nicht nötig gewesen wäre. Denn Andreas Zumach ist ein absoluter Vortragsprofi. Er spricht frei, druckreif, ganz klar strukturiert und so, dass ihm auch ein politischer Laie ohne Probleme folgen könnte. Man merkt: Der Journalist schöpft aus einem riesigen Reservoir an Wissen, hat die tieferen Ursachen für die Konflikte erforscht und aus vielfacher Sicht betrachtet und liefert für alle seine Thesen, die nötigen Hintergründe und ausreichend detaillierten Vorgeschichten.

Er will an diesem Abend, so wie er sagt, „Licht ins Wirrwarr bringen“, „sortieren, Schneisen schlagen“ in das unheimlich kompliziert scheinende Dickicht einer konfliktgeladenen Region. Und das gelingt ihm vorzüglich. „Vernichten, verhandeln, anerkennen oder austrocknen – wie soll die internationale Gemeinschaft (UNO) mit dem IS umgehen?“, war Zumachs Vortrag überschrieben. Nacheinander ging der Journalist die möglichen Optionen durch, zunächst den aktuell laufenden Versuch, den IS durch Luftanschläge zu „eliminieren“, wie es der französische Präsident François Hollande nach den Anschlägen in Paris formuliert hatte.

Ein Krieg sei damit allerdings nicht erst „begonnen“ worden, unterstrich. Das könnte nur behaupten, wer „in den letzten 14 Jahren geschlafen“ hätte. Im Nahen Osten herrsche Krieg seit dem 12. September 2001. Gemessen an seinen Zielen, Al Qaida und damit den Terrorismus zu überwinden, sei dieser aber „restlos gescheitert“, urteilte der Sachkenner. Stattdessen habe der Krieg das Problem um ein Vielfaches verstärkt: Der Konflikt hat sich geografisch massiv ausgeweitet. Neben Afghanistan sind heute auch Pakistan, Somalia, Libyen, Mali, Irak, Syrien und der Gaza-Streifen beteiligt. Zehntausende unschuldige Opfer haben ihr Leben gelassen, der Terror ist so schlimm und die Terroristen so mächtig wie nie. „Für jeden getöteten Terroristen“, schätzt Zumach, „kommen zehn neue nach“. Verhandeln hält Zumach zwar für eine sinn- aber nicht für eine wirkungsvolle Option. Warum? Weil der IS keine konkreten politischen Forderungen stelle und gar nicht verhandeln wolle. Der IS schaffe stattdessen Tatsachen, wie das Ausrufen eines Kalifats auf irakischem Gebiet und in Teilen des benachbarten Syriens. Dieses werde stetig konsolidiert und ausgebaut mit dem Ziel, einen grenzübergreifenden islamischen Staat zu schaffen.

Auch für eine Anerkennung plädiert Zumach nicht, wenngleich dieses Szenario aufgrund der wachsenden Bedeutung des IS für Zumach „durchaus denkbar wäre“. Schließlich sei „die Ausstrahlung des IS viel größer als das im Westen klar ist“.

Allein das „Austrocknen“ ist für Zumach ein erfolgversprechendes Mittel. Damit müsse so schnell wie möglich begonnen werden, „weil der Syrienkrieg der wichtigste Nährboden des IS ist und ihn nur stärker macht“. Doch was heißt „austrocknen“? Alle mittelbar beteiligten Staaten, also die USA, Russland, Iran, Türkei, Katar oder Deutschland müssten dafür ihre kriegsunterstützenden Aktionen einstellen: Bombardierungen, Waffenlieferungen, die Ausbildung von Kämpfern oder auch die Erlaubnis, Öl zu verkaufen.

Die Chancen, dass das passiert, stünden im Moment „so gut wie in den letzten vier Jahren nicht“, gibt sich Zumach „vorsichtig optimistisch“. Nicht nur, weil endlich der Iran mit am Verhandlungstisch sitzen würde, sondern auch, weil Europa durch die Flüchtlingsproblematik unter Verhandlungsdruck stehe.

Danach müsse man alles daran setzen, um den Ländern des Nahen Ostens nach „400 Jahren osmanischer Kolonialpolitik“ zur Selbstbestimmung zu verhelfen, sie politisch und wirtschaftlich zu stabilisieren, das immense Modernisierungs- und Aufklärungsdefizit zu beheben. Dieses, so Zumach, sei der eigentliche Nährboden für islamistisch geprägten Terrorismus. Hierbei könne Deutschland dann eine wichtige Rolle spielen.

© Fränkische Nachrichten, Samstag, 19.12.2015

 DER ERBITTERTE KONFLIKT ZWISCHEN SUNNITEN UND SCHIITEN

Die Sunniten und Schiiten bilden die zwei größten Glaubensrichtungen im Islam.

80 bis 90 Prozent der Muslime weltweit sind Sunniten.

Nur in wenigen Ländern stellen Schiiten die Mehrheit. Dazu zählen Iran, Irak (60 Prozent Schiiten) und Bahrain.

Der Streit ist alt: Er entbrannte im siebten Jahrhundert um die Nachfolge des Propheten Mohammed.

Die Mehrheit der Muslime wollte den Nachfolger frei bestimmen.

Die Minderheit forderte, dass er aus Mohammeds Familie stammen müsse und legte sich auf seinen Vetter Ali fest. Die Anhänger nannten sich „Schiat Ali“, Partei Alis, aus der sich später der Begriff „Schiiten“ entwickelte.

Der Begriff Sunniten leitet sich von Sunna, den Überlieferungen des Propheten, ab.

Die sunnitische Extremistengruppe IS betrachtet die Schiiten als Ketzer und will sie „ausmerzen“.

Das Königreich Saudi-Arabien sieht sich als Schutzmacht der Sunniten, der Iran als Interessenvertreter der Schiiten. Beide kämpfen um die Vorherrschaft im Nahen Osten. sem

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Jealousy Mountain Duo & Kill Your Boyfriend

Die Ankündigung von SMX aus dem Programm musste unvollständig sein. Zu Beginn der komplexe und frickelige Instrumental-Free-Noise der beiden Herren des Jealousy Mountain Duos aus Dresden. Gefolgt von der schweißtreibenden Underground-Popmusik unserer italienischen Freunde Kill Your Boyfriend. Drei Herren mit Sonnenbrillen, Krawatten, zwei Gitarren und Standschlagzeug. Mich hat es an Velvet Underground erinnert. Den Abschluss des Abends bildete ein DJ-Set von DJ Tanzschule mit Weltmusik und Balkanbrass. Mehr Abwechslung geht nicht – und Abwechslung hat der Club schon den gesamten November über gezeigt. Und unsere syrischen und afghanischen Gäste haben uns Schnarchzapfen mal gezeigt, wie Party geht, meint Schorle

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Griftegård & Path of Samsara, 12.11.2015

Einen schönen Abend hatten wir da am 12.11.2015.

Path of Samsara konnten die Qualitäten des neuen Albums „The Fiery Hand“ gekonnt auch vor Publikum in Szene setzen und zeigten, dass sie nicht umsonst auf das Hammer of Doom Festival eine Woche später eingeladen waren. Okkult Rock mit Weihrauchmystik.

Sehr ergreifend und bleiern schwer gingen danach Griftegård zur Sache. Beide Stücke der „Psalm Bok“ EP wurden zum Besten gegeben, ebenso wie das erstmals vorgetragene „A Pile of Ash“, dazwischen noch „The Mire“, „A Beam in the Eye of the Lord“ sowie „Wedded to Grief“ und trotz Stimmbandproblemen ließ sich Thomas auch noch zur Zugabe in Form des Aphrodite’s Child Covers „The four Horsemen“ überreden. Epischer Doom Metal mit Gänsehautgarantie.

Die Bands waren auch voll des Lobes an die technischen Fertigkeiten unseres Ton- und Lichtmanns Armin, das geben wir an dieser Stelle gerne weiter. Glasklarer Sound betonte die grandiosen Harmonien, man hätte heulen können.

Ein trauriger und wehmütiger Eindruck aber bleibt, gab die Band doch direkt nach Abschluss der Tour ihre Auflösung bekannt, nun darf man wirklich heulen, Eugen.

 

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The Gate

The Gate nannten sich früher Dan Peck Trio nach dem Tubaspieler. Der Namenswechsel macht deutlich, dass Dan Peck an der Tuba, Tom Blancarte am Kontrabass und Brian Osborne am Schlagzeug gemeinsam ein neues Tore durchschreiten. Die Besetzung versprach schon ungehörte Sounds und diese waren wirklich beeindruckend: Doom-Metal-Jazz oder wie auch immer man die Mischung nennen soll  meint Schorle

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02 Brian Osborne

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22 Brian Osborne

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Rückblick von Martin Schray auf das Konzert mit Survival Unit III und Interview

Survival Unit III, W71, Weikersheim, Germany; 10/9/2015

Joe McPhee was in a good mood that night. The day before the gig at the W71 club he and Michael Zerang had arrived in Europe for a short tour of eight gigs, Weikersheim was supposed to be the first one. Norbert Bach, the promoter of the W71 concerts, picked them up and they were invited to stay at the Bach’s house. Elsbeth, Norbert’s wife, cooked dinner and they had some whiskeys. Fred Lonberg-Holm joined them at the day of the gig. The audience was very welcoming, the trio had been there twice before. And McPhee had saved the rest of the whiskey from the night before backstage.

What makes Survival Unit III such an outstanding band are the different musical socializations of the players (one of the last great bluesmen on reeds, a drummer with an Assyrian background and a cellist who is also linked to the alternative rock scene; the last two are also trained in classical music) and – as a result – the variety of musical means they have at their disposal: blues rock riffs, folk ditties, classic jazz themes, blurred shapes á la Albert Ayler, African tribal rhythms, abrupt changes of style, the use of electronic loops, computer game sounds etc. – and they displayed their complete set of skills in Weikersheim.

The first set consisted of three pieces and the band used the first one to warm up, to find their idea for the evening, where they want to head. McPhee, who was on soprano and on pocket trumpet that evening, took the small trumpet like a whiskey jar and put it to his mouth, sucking and spitting into like an angry, greedy animal, it was like a signal for the others. The second piece was wilder, partly crass distorted sounds by Lonberg-Holm dominated the atmosphere but then he changed to a loop that sounded like a guitar played backwards and McPhee added overblown lines on the trumpet – it was a moment of mad beauty. The conclusion of the first set presented McPhee playing blues motifs on trumpet which he countered with his own voice, a reminiscence to his own musical history of the late 1960s and early 70s.

But the highlight was yet to come: the 35-minute second set, in which the band pulled all the stops. McPhee, the mad master of ceremonies, challenged Zerang for a soprano/ocarina duo – it was as if one instrument was playing, creating a weird split sound. Then again, the trio very often sounded as if they were playing blues rock in a free jazz disguise, mainly Fred-Lonberg Holm was the man whose lines held the improvisations together while McPhee wasn’t playing at all for minutes. He left the field to his comrades, stomping his left foot repeatedly on the bandstand like a furious elephant. Then he started singing, hollering and crying, he couldn’t stand still, he danced as if he was in trance. Here you could see how deep McPhee is rooted in an African-American tradition, in the call-and-response structures of the field songs. He answered his shouts with short lines on the trumpet, and the band supported him with straight and tight licks.

After the regular set the audience went crazy (which is all the more remarkable because it was a typical German free jazz audience, which means that it mainly consisted of men who were older than 50). Eventually, the encore proved how varied the band could play: the piece reminded rather of baroque music than of the free funk/blues set they had just played, which was surprising but also very beautiful and exciting.

In a nutshell: although there are some live gigs to come at the end of this year, this might have been my favorite concert in 2015.

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An interview with Survival Unit III

Freejazzblog: Straylight is the fourth album with this line up. How is it different from the three albums before? I noticed that you use the soprano compared to the previous albums and that Fred is on guitar. Was that a conscious decision or was it rather spontaneous?

Joe McPhee: I like the soprano with this. Sometimes it’s a tactical decision, which saxophone do you wanna take to the airplane because once one of my instruments was almost destroyed since the planes are getting smaller and smaller.

But it was a very conscious decision because I love the sound and I wanted to have it right there. I also have a plastic saxophone and sometimes I threaten these guys to use it.

Freejazzblog: The new album also celebrates the bands 10th anniversary. Its a rather long- lasting concept, especially in free improvised music.

Why are you still interested in playing with each other?

Joe McPhee: It’s a long period of time but we haven’t had so many concerts. So of course I am interested in playing with this band.

Freejazzblog: Do you see a certain danger that the music might repeat itself because you know each other so well? Derek Bailey, for example, once said that real improvisation is only possible if you havent met before.

Michael Zerang: As much as I love Derek Bailey I don’t think this is true. To me this kind of distinction – improvised/unimprovised – is something from the past.

Freejazzblog: Would you say that there are certain routines that the music can even benefit from?

Joe McPhee: We don’t have any routines, we don’t see each other often. so everything is always pretty fresh.

Freejazzblog: Are there formal or structural principles the band is based on? Maybe as to sound?

Joe McPhee: Integrity. One of the things I like most about this band is that everybody has its own thinking about the music, everybody is very honest about this thing. I always try to do the best I can when I play in this band.

Fred Lonberg-Holm: Michael and I are something like an old couple. I still remember when I heard him before we actually played together. It’s different with Joe, it’s like a game with certain marbles, it’s not like “Oh, I am so happy to be in that game“, I mean this is fucking serious. I can only speak for me, but I always try to give one hundred percent, tI try to take it seriously and do the best I can and hope that it makes sense, for me and for other people, too.

Freejazzblog: Was the band culled from the Brötzmann Chicago Tentet?

Joe McPhee: Not really. The producer of the label wanted it to be that way.

Fred and I had played around 2000 in two shows and Michael brought a perspective to that group that – for me – was really fresh because there is some kind of jazz drumming and another kind of percussion – and I thought, that’s good, man.

We arranged our first recording and some days before the recording should happen it was cancelled. But a little tour had been set up and we played in Chicago and it was very interesting. The first concert was called “Barrel Street Blues“ (dedicated to Ornette Coleman) and it was really great. From the first time we played it just worked, for me and I think for Fred and Michael as well. And then a European tour was set up.

Michael Zerang: Playing in the Brötzmann Tentet just made the logistics easier.

Joe McPhee: Sometimes we have guests, but there won’t be a Survival Unit IV. (laughter)

Michael Zerang: So we won’t survive Survival Unit III.

Freejazzblog: Survival Unit III is the third project under that name. Why have you revived this platform and what are the differences to the previous bands?

Joe McPhee: First there was an alto trio, alto saxophones and alto clarinet, but I didnt like the name Joe McPhees blablabla, whatsoever. The first Survival Unit was me, I played along with pre-recorded tapes. And sometimes I just played music in a bar for what was called a drink down, where the bar owner would take every bottle of whiskey on the bar and poured it into a big pitcher and you were allowed to drink for free. So it was really a survival thing.

Survival Unit II was when bass players for some reasons refused to play with me. One of them literally grabbed his bass and walked off the stage saying This is not real music, I have nothing to do with this shitand walked away. This was 1971. Then I had a concert in New York, I still had no bass player. In 1972 we had a recording for Public Service Television and there still was no bass player and then the drummer said: I know this young guy in PhiladelphiaAnd I asked: How old is he?“ “He is 21.“ „Forget it, I said. The bass player I refused to have was Stanley Clarke. (laughter)

Freejazzblog: In which way is the Survival Unit a combination to literally survive? How has music helped you to survive? Has it helped to survive economically and spiritually?

Joe McPhee: As a matter of fact its about that. We will survive, were doing the best we can. Its beyond word, its pure love.

Michael Zerang: For me being on stage is surviving. Every moment you dont know whats going to happen. It makes it more than spontaneous music, it makes it a life- or-death thing. I dont think this music is easy to play. I think its demanding moment to moment to moment. To get through a set, to get through a tour, to get through ten years, thats not a small feat. Some guys I play with, things go really smoothly, you know what you have to expect, but this here is different. I wouldnt call it difficult because its not the right word. Its always been demanding and

Fred Lonberg-Holm: Challenging.

Michael Zerang: Thats the word.

Fred Lonberg-Holm: For me and the people who care about this music its about playing against the people who are trying to stop us, and the culture in general. Its one model, one example how people can work together, and be serious together and accomplish something more meaningful, something which is beautiful and of importance.

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